PKW – Geldwerter Vorteil bei Einzelbewertung der tatsächlichen Fahrten mit der 0,002 Prozent Methode

Im Zuge der vermehrten Nutzung des Homeoffice rückt diese Bewertungsmethode stärker in den Fokus der Betrachtung. Wir nehmen dies zum Anlass diese Bewertung stärker zu beleuchten.

Benötigte Zutaten:

  • Musterlohnart: M810
  • Infotypen: 0032 (Betriebsinterne Daten), 0006 (Anschriften für die Entfernungs-KM) 0014 (Wiederkehrende Be- und Abzüge) oder alternative 2010 (Entgeltbelege)
  • Rechenregeln: D011, DSP0 und DSP6
  • Konstanten: T511K = PKW**

Die einfachste Variante der Darstellung des Sachverhalts ist die Kopie der Lohnart M810 in den Kundennamensraum, alles andere funktioniert dann quasi von allein.

Hinzufügen der Firmenwagendaten im Infotyp Betriebsinterne Daten (0032)

Es ist die PKW-Regelung 4 auszuwählen

Lohnart im Infotypen 0014 (Wiederkehrende Be- und Abzüge) erfassen

Die Lohnart ist ohne Betrag nur mit Anzahl und der Einheit Tage zu erfassen.

Diese Lösung ermöglicht es nicht die einzelnen Bürotage aufzugeben.

Die gesetzliche Anforderung erfordert aber den Beleg der Bürotage, diese ist demnach an anderer Stelle zu dokumentieren.

Anforderung des Gesetzgebers:

Der Mitarbeiter muss dem Arbeitgeber kalendermonatlich fahrzeugbezogen schriftlich erklären, an welchen Tagen (mit Datumsangabe) der Dienstwagen für Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte genutzt wurde. Die bloße Angabe der Anzahl der Tage reicht nicht aus. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, diese schriftlichen Erklärungen zu den Lohnunterlagen zu nehmen. Sofern der Mitarbeiter nicht erkennbar unrichtige Angaben gemacht hat, muss der Lohnsteuer nach diesen Erklärungen durchgeführt werden. Aus Vereinfachungsgründen ist es möglich, den Lohnsteuerabzug jeweils aufgrund der Erklärung des Vormonats durchzuführen, also die nachgewiesenen Einzelfahrten jeweils einen Monat zeitversetzt zu erfassen.

Bürotage im IT 2010 (Entgeltbelege) erfassen

Wenn die Bürotage aus Transparenzgründen im Infotypen 2010 (Entgeltbelege) einzeln erfasst werden sollen wird dies nicht ohne weiteres mit der Lohnart M810 funktionieren. Um dies zu gewährleisten sind weitere Anpassungen notwendig. Wenn die Lohnart M810 im Infotypen 2010 erfasst wird führt dies zu einem Abbruch des RPCALCD0.

Der Grund dafür ist, dass die Lohnart M810 direkt beim Einlesen des Infotypen 0014 in die Lohnart /426 übertragen wird. Dies geschieht in der Rechenregel D011 (Wiederkehrende Be/Abzüge und ergänzende Zahlungen). In dieser Regel wird die Verarbeitungsklasse 47 eingelesen. Hat diese die Ausprägung E (Bürotage für die Dienstwagen-Versteuerung) wird der Inhalt der Lohnart direkt in die Lohnart /426 (PKW-KM gw.Vorteil) übertragen.

Soll also der Infotyp 2010 genutzt werden muss die oben gezeigte Regel in einer Kundeneigenen Regel abgebildet werden. Die Lohnart M810, bzw. die anzulegende Kundenlohnart, muss in gleicher Weise bearbeitet werden. Dies muss im Bruttoteil der L&G Abrechnung nach dem Einlesen des Infotypen 2010 erfolgen.

Wenn der Infotyp 2010 verwendet wird, empfiehlt sich die Eingabe über die Listerfassung.

Das Ergebnis ist dasselbe wie bei der Eingabe über den Infotypen 0014.

Payslip

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